Cetylalkohol

Auch wenn es der Name vermuten lässt, hat Cetylalkohol nichts mit klassischem Alkohol im Sinne von Weingeist zu tun. Es handelt sich vielmehr um einen so genannten Fettalkohol. Fettalkohole kommen in der Natur in Pflanzenölen, Wachsen und tierischen Fetten vor. Zur Herstellung von Cetylalkohol können sowohl tierische als auch pflanzliche Fettalkohole verwendet werden. Die weißen, fast geruchlosen Schuppen oder Perlen schmelzen bei ca. 49 °C. Cetylalkohol wird primär als Konsistenzgeber und Co-Emulgator eingesetzt. Er hat ein gutes Wasserbindevermögen und bildet flüssig-kristalline Gelstrukturen aus, wodurch sowohl die Fett- als auch die Wasserphase einer Emulsion stabilisiert werden.

Kosmetische Wirkung
Das gebundene Wasser wirkt in der Haut wie ein Depot, das nach und nach der Hornschicht zur Verfügung gestellt wird. Bei trockener Haut, die sofort viel freies Wasser benötigt, sollte daher Cetylalkohol nur gering dosiert werden. Cetylalkohol verbessert auch das Einziehverhalten einer Creme, dadurch wird das fettige Gefühl verringert. Die Creme wirkt »trockener« und glänzt nicht auf der Haut. Dieser Effekt ist vor allem bei fetter Haut und in Handcremes von Bedeutung. Er verbessert Feinheit, Konsistenz und Geschmeidigkeit von Emulsionen und zeigt in geringer Konzentration weichmachende und glättende Wirkung auf die Haut. Zu großzügiger Einsatz jedoch erzeugt ein stumpfes Hautgefühl und die Creme lässt sich nur schwer verstreichen.


INCI: Cetyl Alcohol

Funktion: Konsistenzgeber/Co-Emulgator

Schmelzbereich: 49-51 °C

Verwendung: Emulsionen vorwiegend bei fetter Haut, unreiner Haut, in geringer Konzentration auch in Cremes bei trockener Haut, in Handcremes, Waschlotionen und Peelings, Haarspülungen und -kuren für jeden Haartyp, als Stabilisator der Wasserphase in O/W-Emulsionen

Verarbeitung: Mit der Fettphase schmelzen

Dosierung: 0,5-1 % bei trockener Haut, sonst bis 3 %

Für Naturkosmetik:  


Rezepte mit Cetylalkohol

Mandelcreme

Traube-Hanf-Creme

Bodylotion Aprikosenmilch

Handcreme