Ucuubabutter

 

Der Talgmuskatnussbaum gehört zur Familie der Muskatnussgewächse. Er ist im gesamten Amazonasgebiet beheimatet. Der »Fettbaum«, wie er auch genannt wird, wächst sehr schnell und kann eine Höhe von bis zu 35 Meter erreichen. Von einem ausgewachsenen Baum können pro Jahr ca. 30 bis 50 Kilogramm Fruchtsamen geerntet werden. Diese enthalten ca. 50 bis 60 Prozent Fett von schmalzartiger Konsistenz. Ucuubabutter hat eine braun-beige bis olivgrüne Farbe und riecht würzig mit säuerlicher Note.

Im Beautykosmos haben wir die Ucuubabutter getestet. (Zusammenfassung der Testergebnisse) Mitgewirkt haben: Alraune, Jenna, Knuddel, Martina und ich. Getestet wurde eine Ucuubabutter von Samuria, die mir zu Testzwecken zur Verfügung gestellt wurde. An dieser Stelle bedanke ich mich nochmals für die kostenlose Zusendung der Ucuubabutter.

Zusammensetzung: 14 % Laurinsäure, 72 % Myristinsäure (davon ca. 70 % Trimyristin), 6 % Palmitinsäure, 7,5 % Stearinsäure, Unverseifbares: < 2 %, weitere bioaktive Inhaltsstoffe: Lignane (7,5 %), Isoflavone, Juruenolide, Sesamin, Asarinin


INCI: Virola surinamensis

Funktion: Konsistenzgeber

Jodzahl: 15-40

Fetteigenschaft: nicht trocknend

Schmelzbereich: 38-42 °C

VZ KOH: 200-220

VZ NaOH: 0,1497


Kosmetische Wirkung

Ucuubabutter schmilzt sofort bei Hautkontakt, sie zieht schnell ein, wirkt gut rückfettend und vermittelt ein sehr angenehmes, gepflegtes Hautgefühl.

Zusammenfassung unserer Testergebnisse

Verhalten in klassischen Emulsionen, getestet mit drei verschiedenen Emulgatoren und zwei verschiedenen Fettphasen – jeweils im Vergleich mit Sheabutter:
Ucuubabutter erzeugt eine geringfügig kompaktere Konsistenz, dennoch sind die Cremes geschmeidig-soft und cremig. Die Cremes wirken reichhaltiger, ziehen aber schneller ein, als die Vergleichcremes mit Sheabutter. Sie hierlassen eine gut gepflegte, glatte und geschmeidige Haut.

Die dunkle Farbe der Ucuubabutter färbt die Cremes leicht beige. Der Geruch wird auch in der fertigen Creme deutlich wahrgenommen. Je nach Duftstoffe und deren Dosierung, lässt sich der Geruch mehr oder weniger maskieren.

Der Ucuubabutter werden aufgrund ihrer Zusammensetzung antibakterielle und antiseptische Eigenschaften zugeschrieben. Es bot sich also an, sie auch in einem Heilbalsam zu testen. Inwieweit diese Heilwirkungen zutreffen, konnte während des Testzeitraumes nicht abschließend geklärt werden. Wir haben jedoch festgestellt, dass sich die Ucuubabutter auch in diesem Einsatzgebiet durchaus als Ersatz für Sheabutter eigenet. Aufgrund der höheren Dosierung der Butter kommt der Geruch auch stärker durch. Durch eine höhere Dosierung von ätherischen Ölen, wie in Heilsalben üblich, lässt sich der Geruch vollständig überdecken. Dabei ist es vorteilhaft, den Geruch der Butter in die Duftmischung einzubeziehen – soll heißen: nicht alle Duftstoffe führen zu einem gut duftenden Ergebnis.

Verwendung in Seifen

UcuubaseifeDas Fettsäurespektrum der Ucuubabutter weißt darauf hin, dass sie als so genanntes Schaumfett in Seifen verwendebar sein könnte – als Ersatz für Palmöl, Palmkernöl und Tierfette. Es entstand eine einfache Seife mit Ucuubabutter, Olivenöl und Erdnussöl zu je einem Drittel. Duft- und Farbstoffe wurden nicht verwendet. Die Butter lässt sich gut verarbeiten und sorgt für eine schnelle Emulsionsbildung – auch ohne Stabmixer. Sie färbt die Seife hellbeige, verleiht ihr eine glatte Oberfläche und einen angenehm seidigen Griff. Bereits beim ersten Anwaschtest nach zwei Tagen erzeugte die Seife reichlich großblasigen Schaum. Auch das Hautgefühl während und nach der Anwendung überzeugt – die Haut fühlt sich weich und geschmeidig an. Das Beste aber ist, dass der Geruch der Butter in der Seife nicht mehr wahrnehmbar ist.