Glühweinseife

Die Glühweinseife ist eine typische Weihnachtsseife. Für die Laugenflüssigkeit kommt Glühwein zum Einsatz. Für den würzigen Duft sorgt eine Mischung ätherischer Öle mit Orange und Zimt. Für die Schöne Farbe muss man mit Farbstoffen nachhelfen, denn die Farbe des Glühweins findet man in der fertigen Seife leider nicht mehr. Ich habe mich für eine wunderschöne rote Tonerde entschieden. Die Seife erzeugt üppigen, großblasigen Schaum, der sich auf der Haut ganz wunderbar anfühlt. Leider blutet die Farbe etwas aus – wie das bei sehr vielen dunklen (vor allem roten) Farben der Fall ist. Aber weder Waschlappen noch Handtuch bekommen Flecken. Lediglich der Schaum ist rötlich.

Fettmenge: 500 g
Gesamtmenge: ca. 750 g
Seifeneigenschaften: Härte 40, Reinigung 20, Pflege 57, Schaumvolumen 20, Schaumstabilität 20


Zutaten

Fette und Öle
100 g Kokosöl • 100 g Palmöl • 50 g Palmkernöl • 100 g Sesamöl • 100 g Distelöl • 50 g Sojaöl

Lauge
173 g Glühwein • 69,1 g NaOH (für 8 % Überfettung)

Zusätze
6 g Tonerde Englisch Rot Dunkel

Ätherische Öle
7 g Orange • 4,2 g Coriander • 2,8 g Rosenholz • 1,4 g Amyris • 15 Tr. Zimtrinde


Herstellung

Bitte Sicherheitshinweise beachten!

  • Duftmischung ein paar Tage vorher ansetzen.
  • Rotwein ca. 10 Min. leicht köcheln, damit der Alkohol verdunstet. Topf vom Herd nehmen, 1 Glühfix-Teebeutel darin ca. 10 Min. ziehen lassen. Die benötigte Menge abwiegen und kalt stellen.
  • Öle und Fette schmelzen, auf 30 °C abkühlen lassen
  • Im kalten Glühwein NaOH lösen und auf 30 °C abkühlen lassen
  • In der Zwischenzeit Duftmischung mit etwas Öl (von der Gesamtmenge) verdünnen.
  • Tonerde ebenfalls mit etwas Öl (von der Gesamtmenge) anrühren.
  • Lauge unter Rühren zu den Fetten gießen und so lange rühren, bis der Seifenleim angedickt ist.
  • Duftmischung und Tonerde gut unterrühren.
  • Seifenleim in eine Blockform oder in Einzelförmchen füllen, mit Folie abdecken und mind. 24-36 Std. ruhen lassen. Nicht isolieren.
  • Seife aus der Form lösen, ggf. in Stücke schneiden und mind. 8 Wochen reifen und trocknen lassen.

Anmerkung: Beim Anrühren der Lauge darf man nicht zimperlich sein. Sie erzeugt einen sehr merkwürdigen Geruch – um nicht zu sagen, sie stinkt. Also Fenster auf und frische Luft rein lassen! Man darf sich auch auf mehrfache Farbwechsel sowohl bei der Lauge als auch des Seifenleims freuen. Das Farbenspiel der Lauge reicht von Grün über Rotbraun bis Braun. Der Seifenleim wird durch die dunkle Lauge Dunkelbraun. Durch die Tonerde entsteht jedoch ein herrlicher Rotton, der sich später in ein wunderschönes Weinrot verwandelt.