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Reiskeimöl
Oryza sativa

Die Reispflanze gehört zur Familie der Süßgräser. Sie ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt. Über 90 Prozent der Welt-Reisernte stammt heute aus Asien. Anbaugebiete in Europa findet man in Italien in der Po-Ebene, in Spanien und Portugal. Reiskeimöl wird aus den Keimlingen, bzw. aus den Randschichten des Reiskorns durch Extraktion mit Hexan gewonnen. Das Rohöl enthält bis zu 20 Prozent freie Fettsäuren und kann deshalb weder als Nahrungsmittel, noch in der Kosmetik verwendet werden. Deshalb wird es nach der Extraktion gereinigt und entsäuert. Das Öl ist goldgelb bis leicht bräunlich, dünnflüssig mit einer leichten Note nach gekochtem Reis. Es hat einen hohen Gehalt an γ-Oryzanol. Dies ist eine Verbindung von Ferulasäure mit Phytosterine. Die Ferulasäure kommt häufig in den Randschichten von Pflanzen vor und dient dort als Antioxidans. Dies macht man sich auch in kosmetischen Sonnenschutzpräparaten zunutze, denn dem γ-Oryzanol wird eine natürliche Sonnenschutzfunktion zugeschrieben und es schützt vor freien Radikalen. Reiskeimöl zieht gut ein, es fühlt sich leicht an und klebt nicht. Es hinterlässt ein zartes, weiches Hautgefühl. Reiskeimöl ist ein leichtes Basisöl mit ausgewogenem Fettsäurespektrum. Bei kühler, dunkler Lagerung ist es bis zu 12 Monaten haltbar.

Zusammensetzung: 15 % Palmitinsäure, 35 % Linolsäure, 50 % Ölsäure, 3 % Stearinsäure, bis zu 5 % Unverseifbares, darunter Squalan, Lecithin, Phytosterine, γ-Oryzanol, und Tocopherole
Jodzahl: 98 / Fetteigenschaft: nicht trocknend / Spreiteigenschaft: mittel

Verwendung: Basisöl für jede Haut, in Babypflegeprodukten, in Sonnenschutzpräparaten

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