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Mohnsamenöl/Mohnöl
Papaver somniferum L.

Der Schlafmohn ist im östlichen Mittelmeerraum weit verbreitet. Die Hauptanbaugebiete sind heute Indien, Kleinasien, Mitteleuropa, Osteuropa, die Türkei, Iran und die Balkanländer. Die einjährige, weiß bis violett blühende Pflanze kann 30 bis 150 cm hoch werden. Die ganze Pflanze führt einen weißen Milchsaft, aus dem Rohopium gewonnen werden kann. Deshalb ist der Anbau von Schlafmohn in Deutschland genehmigungspflichtig. Die Samen der verschiedenen Mohnarten sind unterschiedliche gefärbt. Es gibt Graumohn (vorwiegend in Österreich bekannt), Weißmohn und Blaumohn. Die Mohnsamen enthalten ca. 33 bis 49 Prozent fette Öle. Es duftet und schmeckt typisch und sehr aromatisch, daher ist es auch in der Küche sehr beliebt. Bei Mohnöl ist besonders auf gute Qualität zu achten, denn da das Fettsäurespektrum dem des Sonnenblumenöls nahezu gleicht, wird es manchmal mit diesem verschnitten. Mohnsamenöl wirkt gut rückfettend, dabei liegt es nicht schwer auf. Es lässt sich gut verteilen und zieht schnell in die Haut ein. Mohnöl ist bei kühler und dunkler Lagerung bis zu 9 Monaten haltbar. Es sollte nicht hoch erhitzt werden.

Zusammensetzung: 9 % Palmitinsäure, 4 % Stearinsäure, 30 % Ölsäure, 70 % Linolsäure
Jodzahl: 165 / Fetteigenschaft: halb trocknend / Spreiteigenschaft: langsam

Verwendung: Basisöl für trockene, reife Haut, in Anti-Aging-Produkten und Massageölen

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