Lorbeeröl Laurus nobilis L.
Der echte Lorbeer stammt aus Vorderasien und ist heute vorwiegend im Mittelmeerraum beheimatet. Größere Kulturen findet man in Italien, Jugoslawien, Griechenland und der Türkei. In diesem milden Klima gedeiht der immergrüne Baum sehr gut und kann bis zu 10 m hoch werden. Die tiefschwarzen, eiförmigen Früchte enthalten ca. 30 bis 40 Prozent fettes Öl, das durch Pressen gewonnen wird. Lorbeeröl ist weniger ein flüssiges Öl, sondern vielmehr eine dunkelgrüne bis bräunlich grüne salbenartige Masse, die bei ca. 30 °C schmilzt. Es duftet sehr intensiv aromatisch-würzig. Der Geruch erinnert an Eukalyptus. Lorbeeröl ist eine Besonderheit unter den Pflanzenölen. Es enthält neben den Fettsäuren auch 2 bis 3 Prozent ätherische Öle, deren Hauptkomponente 1,8-Cineol, auch Eucalyptol genannt, ist. Bei besonders empfindlichen Personen kann Lorbeeröl Allergien und andere Unverträglichkeiten auslösen.
Zusammensetzung: 23 % Laurinsäure, 14 % Palmitinsäure, 1 % Palmitoleinsäure, 2 % Stearinsäure, 37 % Ölsäure, 25 % Linolsäure, 2 % α-Linolensäure, Chlorophyll, Kohlenwasserstoffe, Bitterstoffe, Sesquiterpenlaktone Jodzahl: 87 / Fetteigenschaft: nicht trocknend / Spreiteigenschaft: mittel
Verwendung: Wirkstofföl für Massageöle bei rheumatischen Beschwerden, in Salben bei Furunkel und Abszessen, unverzichtbarer Bestandteil echter Alepposeife Dosierung: 5 bis 10 % in der Fettphase
|