Lanolin Lanolin Anhydrid
Lanolin wird aus dem Sekret der Talgdrüsen von Schafen gewonnen. Die dunkelgelbe, zähe, sehr klebrige Substanz weist meist einen starken, typischen »Schafgeruch« auf. Es schmilzt bei ca. 40 °C. Lanolin kann etwa die dreifache Menge seines Gewichts an Wasser emulgieren. Bsp.: in 10 g Lanolin können bis zu 30 g Wasser stabil eingearbeitet werden. Lanolin ist ein W/O-Emulgator mit einem HLB-Wert von 4. Auch als Co-Emulgator kann Lanolin sehr gut eingesetzt werden. Er trägt maßgeblich zur Stabilität der Formulierungen bei. Neuere Untersuchungen haben ergeben, dass Lanolin im Stratum corneum eingelagert werden kann. Es hat außergewöhnlich gute weichmachende Eigenschaften.
Dosierung: 3 bis 8 %, als Salbengrundlage bis 50 %
Anmerkungen: Im Handel ist auch ein wasserhaltiges Lanolin erhältlich. Dieses besteht aus 65 Prozent Wollwachs, 15 Prozent Paraffinöl und 20 Prozent Wasser. Lanolin kann durch die Pestizidbehandlung der Schafe Rückstände chemischer Substanzen enthalten. Achten Sie auf den Vermerk: »pestizidfrei« auf dem Etikett. Auch Ihr Händler kann Ihnen Auskunft geben.
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